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Stuttgart 21

Stuttgart 21
Ansprechpartner:Dipl.-Ing. Dipl.-Kfm. Oliver Urschel
Förderung:Werkstatt Wohnen
Starttermin:21. Mai 2008

Programm


Stuttgart 21

Das Projekt Stuttgart 21 ist das bedeutendste Entwicklungsprojekt der Metropolregion Stuttgart für die kommenden 20 Jahre. Da künftig die gesamten oberirdischen Gleisflächen und Nebenflächen nicht mehr benötigt werden, eröffnet sich die Chance, rund 100 Hektar Innenstadtfläche neu zu bebauen - das entspricht der Größe von 140 Fußballfeldern. So bietet sich für Stuttgart die historisch einmalige Chance, im Zentrum zu wachsen.

Das städtebauliche Konzept für Stuttgart 21 entstand auf der Grundlage eines städtebaulichen Gutachtens und eines internationalen Wettbewerbs und einer breiten öffentlichen Diskussion im Rahmen einer "Offenen Bürgerbeteiligung" im Jahre 1997.

50 Hektar werden vor allem mit Wohnungen für 11.000 Einwohner bebaut. Vorhandene Parkanlagen werden um 20 Hektar erweitert, weitere 30 Hektar sind für den Bau von neuen Grünanlagen, öffentlichen Plätzen und Straßen vorgesehen. Durch den Wegfall der riesigen Gleisflächen wird die Spaltung des unteren Innenstadtgebiets überwunden. Der Schlossgarten und der Rosensteinpark werden von allen Seiten zugänglich.

Im Jahr 2001 hat die Stadt Stuttgart alle frei werdenden Flächen mit Ausnahme des Teilgebiets A1erworben. Dort sind bereits die ersten Bauten für rund 2.000 Menschen entstanden - das neue Zentrum der Landesbank Baden-Württemberg am Pariser Platz. Mit der Realisierung von Stuttgart 21 werden die Erdgeschosse der Gebäude für Cafés, Bars und Ladengeschäfte genutzt.
Weißenhofsiedlung

Die Weißenhofsiedlung gilt als eines der bedeutendsten Zeugnisse des Neuen Bauens. Sie entstand 1927 als Bauausstellung des Deutschen Werkbundes in Trägerschaft der Stadt Stuttgart. Keine der nachfolgenden Werkbund-Ausstellungen erlangte eine vergleichbare internationale Ausstrahlung. Trotz erheblicher Zerstörungen im 2. Weltkrieg präsentiert sich das Bauensemble heute als ein hochrangiges kulturelles Erbe des 20. Jahrhunderts mit Frühwerken von Architekten, welche die moderne Architektur prägten.

Die Weißenhofsiedlung verkörpert in besonderer Weise die sozialen, ästhetischen und technischen Umbrüche nach dem Ende des 1. Weltkriegs. Unter dem programmatischen Titel "Die Wohnung" veranschaulichte die Werkbundausstellung die Abkehr von vorindustriell geprägten Wohnformen. In 33 Häusern mit 63 Wohnungen formulierten 17 Architekten aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Österreich ihre Lösungen für das Wohnen des modernen Großstadtmenschen, verbunden mit dem Einsatz neuer Baumaterialien und rationeller Baumethoden. Innerhalb eines neuartigen städtebaulichen Gesamtkonzepts entstanden neben Beispielen typisierter Wohnbauten für die kostengünstige Massenproduktion Gebäude großer architektonischer Vielfalt.

Ihren besonderen architekturgeschichtlichen Stellenwert bezieht die Siedlung aus der Beteiligung von damals nur in Avantgarde-Zirkeln bekannten Architekten, die heute als die bedeutendsten Meister des 20. Jahrhunderts gelten: Ludwig Mies van der Rohe, Walter Gropius, Le Corbusier, Hans Scharoun und andere. (www.weissenhof2002.de )
Scharnhauser Park

Der Scharnhauser Park ist ein Neubaugebiet besonderer Art und wurde für seine Konzeption und Architektur mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Deutschen Städtebaupreis. Auf einem sonnigen, nach Süden leicht abfallenden Gelände entsteht auf 140 Hektar ein ökologisch vorbildlicher, familienfreundlicher Wohn- und Lebensort. Mit Blick auf die Schwäbische Alb und doch mitten in der Region Stuttgart. Es entstehen Wohnungen für rund 9000 Menschen sowie 2500 Arbeitsplätze. Die ersten sechstausend Neubürger des Parks sind bereits eingezogen, 1600 Arbeitsplätze sind entstanden.

Der Park ist nicht nur eine kompakte Siedlung mit flächensparender Baustruktur, sondern auch in anderer Hinsicht ein ökologisches Modell.

Die Energiekonzeption schreibt für alle Gebäude Niedrigenergiebauweise vor. Grundlage der Energieversorgung ist ein zentrales Blockheizkraftwerk, das hauptsächlich mit Abfallholz gespeist wird und alle Gebäude im Park mit Fernwärme versorgt. Auch die Nutzung von Sonnenenergie ist vorgesehen. Zusammen mit Stadtteilen von Turin und Barcelona ist der Scharnhauser Park Teil des EU-Forschungsprojekts Polycity, mit dem neue Methoden zur Energieeinsparung in Siedlungsgebieten entwickelt werden. Die Hanglage des Gebiets ermöglicht eine oberirdische Regenwasserentsorgung über Rinnen, Gräben und Versickerungsflächen. Größte ökologische Investition ist jedoch die Stadtbahn. Sie verbindet den Scharnhauser Park in 20 Minuten mit der Stuttgarter City und der westlichen Filder.
(www.ostfildern.de)